Zwischen Markteinführung und Trendentwicklung – Balanceakt für Gründerinnen und Gründer

Der Einsatz neuer Technologien und Geschäftsmodelle sowie die Einbindung von Partnerschaften und Netzwerken sind notwendig, um den langfristigen Geschäftserfolg zu sichern. Doch wenn Gründerinnen und Gründer noch ganz am Anfang stehen, fällt es schwer, sich direkt auf Veränderungen und Trends einzustellen. Jens Krisinger ist Senior Manager bei Deloitte Digital und gibt Hilfestellungen, wie man sich schon zu Gründungsbeginn entsprechend aufstellen sollte.

Vorbereitung ist alles

Märkte und die Ansprüche der Kundinnen und Kunden verändern sich heute schneller als je zuvor. Gerade zur Gründung kann dies eine Herausforderung sein. Dieser kann am besten mit der entsprechenden Vorbereitung begegnet werden. Der Markt, in dem sich die Gründerinnen und Gründer bewegen, muss ausführlich recherchiert werden. Wer seinen Markt kennt, kann auch besser abschätzen, welche Trends für ihn relevant sind. Dabei sollte der Fokus vor allem auf der Kundin und dem Kunden liegen. „Wer es schafft, die eigene Idee konsequent vom Kunden aus zu denken und immer versucht, sich in seine Lage zu versetzen und zu überlegen, wo er sich gerade auf seiner individuellen Kundenreise befindet, schafft sich so ein Hilfsmittel, um jederzeit die richtigen Maßnahmen zu treffen“, erklärt Krisinger.

Der Blick in Richtung Kunde

Wer den Markteintritt schafft, darf nicht stehen bleiben. Von Anfang an sollten die Idee, das Produkt und die Dienstleistung immer weitergedacht werden. Dabei geht es nicht nur um die Weiterentwicklung des Angebots, sondern auch darum, über neue Zielgruppen und Märkte nachzudenken. „Auch hier, wenn ich mich auf den Kunden fokussiere, bekomme ich mit, wann neue Innovationen oder Transformationen nötig sind. Wenn die Leute sagen, dass sie einen Aspekt an meinem Produkt nicht gut finden, habe ich direkt einen Ansatzpunkt für eine Veränderung“, sagt Krisinger.

Passende Tools sind dafür notwendig. Neben Marktforschungsstudien bieten hier soziale Netzwerke Unterstützung. Es lassen sich neben den rein demographischen Daten eine Vielzahl an weiteren wichtigen Kennzahlen und Informationen sammeln. Diese Daten sollten genutzt und interpretiert werden, um sowohl auf Produkt-, als auch auf Kommunikationsebene einen iterativen Optimierungsprozess in Gang zu setzen.

Netzwerke können mehr als gedacht

Für frisch gegründete Startups und Teams spielen Netzwerke und Partnerschaften eine große Rolle. Gerade zum Start können sie als Katalysator fungieren und viel Reichweite bringen. Darüber hinaus übernehmen sie möglicherweise auch die Rolle eines Ratgebers oder Mentors. Von diesen Erfahrungen können Gründerinnen und Gründer profitieren und darauf aufbauen. Auf der Suche nach dem passenden Netzwerk sollte nicht nur an die „üblichen Verdächtigen“ gedacht werden, sondern der Blick über den Tellerrand hinaus gewagt werden. Es empfiehlt sich, interessante und etwas ungewöhnliche Kooperationen mitzudenken. So kann das Netzwerk auch potenziell eigene Defizite in der Organisation ausgleichen.

Neben Altbewährtem wartet neues Potenzial

Bei der Wahl des Geschäfts- und Betriebsmodells empfiehlt es sich, dass nicht nur an Bewährtes gedacht wird. „Schauen Sie, welche Möglichkeiten es noch gibt und was für Sie in welchem Stadium passt. Denn ab einer bestimmten personellen Stärke, ergeben andere Modelle eventuell mehr Sinn,“ erklärt Krisinger. Ebenfalls entscheidend: Das Modell sollte auf belastbaren Daten fußen, realistisch geplant werden und gut kalkuliert sein.

Top 5 Tipps für Gründerinnen und Gründer:

  • Neugierig bleiben: Zwar sollte man sich gerade am Anfang auf die eigene Idee fokussieren, darf den Rundumblick jedoch nicht vernachlässigen.
  • Mutig sein: Auch wenn es kein Venture Capital gibt, gilt es, Lösungen zu finden, um schnell auf den eigenen Beinen stehen zu können.
  • Create a Story: Jedes Produkt braucht ein Narrativ, um begehrenswert zu sein.
  • Arbeit teilen: In der Organisation sollten die verschiedenen Aufgabenfelder smart aufgeteilt werden.
  • Test and Learn: Rückschläge gehören dazu. Wer direkt am Kunden testet, spart sich am Ende viel Zeit und Kosten.

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