Zweiter BPW-Kontaktabend: Aufsteigen in Adlershof

Hasta la WISTA-Management GmbH! Der zweite Kontaktabend des Businessplan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg (BPW) 2020 war einmal mehr ein Wiedersehen mit einem geschichtsträchtigen Berliner Innovationsstandort: Roland Sillmann, WISTA-Geschäftsführer, erinnerte zur Begrüßung im Bunsen-Saal daran, dass in Adlershof – und nicht in den USA – die Gebrüder Wright den Großteil ihrer Flugzeuge fertigen ließen.

Optimales Revier

Aufstiege werden hier immer noch gefördert, aber auf neue Höhen: Im Innovations- und Gründerzentrum (IGZ) Adlershof arbeiten neben gut einem Dutzend Spitzenforschungseinrichtungen mehr als eintausend Unternehmen und andere Formationen. Ein optimales Revier für alle, die im 25. Jubiläumsjahr des BPW mitten im Wettbewerb stecken: Vernetzen, vertiefen, inspirieren und inspirieren lassen – mit und durch andere Gründende, Fachleute und Business Angels. Zum Warmwerden gab es einen Wissenschaftsimpuls mit Alltagsbezug. Oliver Fartmann, Physiker an der Humboldt-Universität zu Berlin, berichtete von neuen Uhren: Die präzisieren mit ganz viel Hertz das Herz von Navis: die GPS-Ortung. Mit Mobilität, aber auch mit Energie ging es gleich weiter: Auf der Bühne rückten IGZ-Leiter Tobias Kirschnick und Luis Sperr von InnoEnergy den Sonderpreis BPW Energy & Mobility Connect in den Fokus – Bewerbungen von Startups aus den Branchen Energie und Mobilität sind herzlich willkommen!

Wiedersehen mit Wettbewerbern

Hochfrequent in Sachen Innovation ging es weiter: Belyntic, die Experten für lupenreine Peptide, sind der frühen Startphase beim BPW entwachsen: „Wir haben eine Finanzierungsrunde erfolgreich hinter uns. Und in den zwei Jahren seit dem Start mit dem BPW haben wir kontinuierlich mehr Sichtbarkeit gewonnen. Wir werden mittlerweile europaweit bzw. international als Lösungsanbieter für hochreine Peptide wahrgenommen. Das ist ein großer Schritt“, sagte Andreas Regnery von Belyntic im Bühnentalk. Unter anderem in der „personalisierten Medizin“, sprich individuellen Therapielösungen, etwa für Krebserkrankte, gebe es Anknüpfungspunkte.

Infos, Infos, Infos

Doch nicht nur Kontakte lassen sich auf diesen Abenden schließen, sondern auch komplexe Fragen zum eigenen BPW Plan oder BPW Canvas beantworten. Schließlich wartet der zweite BPW-Abgabetermin am 18. Februar schon gut sichtbar am Horizont. Sebastian Walzel vom EXIST-geförderten Team CerAMing (3-D-Druck von Keramik) nutzte nicht nur die Chancen vor Ort: „Wie das so ist – wir haben ein bisschen später mit der Arbeit am Canvas starten können als geplant. Und daher werden wir wohl auch die BPW-Telefonberatung in Anspruch nehmen – hoffentlich erwischen wir eine freie Leitung …“, so Walzel mit Augenzwinkern.

Hilfreiche Teambörse

Noch nicht gegründet hat Natascha Konschiwa. Sie will noch Fragen klären, bevor sie mit innovativen Ideen im Bereich Fassadenbegrünung den nächsten Schritt geht. Und sie sucht noch passende Co-Gründende: „Ich habe heute Abend die BPW-Teambörse genutzt. Zwar habe ich noch keine konkreten Mitgründenden gefunden – dafür aber einen spannenden Kontakt aus der Branche“, so Konschiwa. Nicht nur das erwartete, sondern auch das überraschende Moment, das auf dem Weg zum Startup weiterbringt: Das ist typisch für die Eins-zu-eins-Begegnungen bei BPW-Veranstaltungen.

Nachhaltige Kontakte

Das Team der Kurzstrecken-Mitfahr-App CityHitcher nahm vergangenes Jahr am BPW teil. Doch es zog die Team-Mitglieder wieder in den Bunsen-Saal, aus guten Gründen: „Das Netzwerk hier ist echt anziehend. Und wir wollen unsere App dieses Jahr in Adlershof testen lassen“, verriet Finn Runkel. So etwas meinte Madlen Dietrich vom BPW-Projektteam, als sie resümierte: „Was ich hier in Adlershof, im ‚klügsten Kiez Berlins’, so spannend finde, ist, dass hier langfristige und damit nachhaltige Kontakte entstehen. Und so soll das sein.“

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