Wer ist hier der Boss? – Was Gründerinnen und Gründer für ihre Organisation und Teamaufstellung wissen müssen

Damit sich Gründerinnen und Gründer genügend Zeit für die Umsetzung ihrer Visionen bewahren können, braucht es eine gute Führung und die permanente Pflege der Organisation nach innen und außen. Anett Lommatzsch arbeitet als Beraterin in der Organisations- und Strategieentwicklung und kennt die Herausforderungen in der Organisationsentwicklung. In unserem Blog gibt Sie nun wertvolle Tipps, worauf junge Unternehmerinnen und Unternehmer achten sollten.

Die Komplexität des Systems verstehen

Egal wie groß oder klein eine Organisation ist: Das System ist komplex. Denn eine Organisation besteht immer aus vertikalen und horizontalen Strukturen. Diese sollten so aufgebaut sein, dass sie zu den Kernaufgaben und zu den Menschen des Unternehmens passen. Je größer dabei ein Unternehmen ist, desto komplexer wird diese Herausforderung und je nach Branche hat man es mit verschiedenen Typen zu tun.

Die individuellen Persönlichkeiten in einem Unternehmen und ihre unterschiedlichen Fähigkeiten werden dann gestärkt, wenn die Aufgaben entsprechend ihrer Kompetenzen verteilt werden. „Doch wie ich mich selbst wahrnehme und wie mich andere im Team wahrnehmen, besonders in Stresssituationen, sind verschiedene Dinge. Deshalb ist eine regelmäßige Selbst- und Fremdreflexion wichtig“, erklärt Lommatzsch. „Das fördert auch die Empathie im Team untereinander.“

Im Gespräch bleiben und Veränderungen nicht ignorieren

Obwohl jeden Tag zusammengearbeitet wird, ist es wichtig, im Gespräch zu bleiben. Denn wir selbst, und selbstverständlich auch das Team, entwickeln uns weiter und verändern uns. Wer nicht im Gespräch bleibt, bemerkt eventuell die Veränderung von Interessen, Werten oder persönlichen Zielen nicht.

Für die Organisationsentwicklung zeigt sich der größte Fallstrick in der Ignoranz. Wer Trends und Entwicklungen ignoriert, egal ob es um rechtliche Veränderungen geht – wie ein Lockdown – oder um weiche Veränderungen – wie gesellschaftliche Werte oder Bedürfnisse – wird abgehängt. „Wenn ich nicht in der Marktbeobachtung bleibe, dann komme ich irgendwann in die Reaktion. Ich gestalte nicht mehr aktiv mit, sondern reagiere nur noch. Wenn ich die Veränderung ignoriere, hänge ich immer einen Schritt hinterher“, sagt Lommatzsch.

Top 5 Organisations-Tipps für Gründerinnen und Gründer

  • Beteiligung und Integration – alle Beteiligten in der Organisation sollten mit ihren Kompetenzen und Kenntnissen einbezogen werden
  • Situativ agieren und reagieren
  • Gegenseitiger Austausch – für die individuelle Reflexion und für die Reflexion des Unternehmens auf dem Markt
  • Organisation spiegeln – um auf äußere und innere Veränderungen zu reagieren
  • Führung – zu (er)kennen und leben, was gute Führung im Unternehmen bedeutet

BPW heizt an

Das Besondere am BPW ist der Facettenreichtum: „Dass ein Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wird, finde ich klasse. Zum Beispiel: Gehe ich die Herausforderung klassisch an oder agiere ich nach Lean Start-up“, erzählt Lommatzsch. „Als Trainerin durfte ich auch einige Vorträge halten. Der Wettbewerb hat im positiven Sinne die Aktivität der Teilnehmenden gestärkt und angeheizt, sodass ein guter Austausch stattfinden konnte.“

Nicht verpassen: Weiteres Know-how zum Thema „Unternehmensorganisation“ vermittelt Anett Lommatzsch in ihrem BPW-Online-Seminar am 24.03.2021:

https://www.b-p-w.de/nc/de/gruendung/kalender/kalender/event/24-03-unternehmensorganisation/

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