Unsichtbare Umweltgefahren sichtbar gemacht

In Biogasanlagen und Kraftwerken können toxische Lecks entstehen und gefährlich Gase können entweichen. Und das oft unbemerkt, denn sie sind kaum sichtbar. Das Startup hyperSPECS hat eine Spektralkamera entwickelt, die die Gase erkennt. So können Umwelt und Menschen geschützt werden.

Notwendigkeit erkannt

Mitgründer Dr. Diwaker Jha schrieb seine Doktorarbeit auf Island in Zusammenarbeit mit Geothermiekraftwerken. Hier bemerkte er, dass Schwefel und Ammoniak oft unerkannt austreten. Während seiner Recherche und Forschung stellte er fest, dass es noch keine sichere und preisgünstige Lösung gibt, um diese Lecks zu erkennen und zu vermeiden.

Hier begann die Arbeit von hyperSPECS. Sie fügten zu einer normalen Kamera Sensoren und verschiedene Filter hinzu und entwickelten einen eigenen KI-Algorithmus. Dieser arbeitet die Daten so auf, dass ein Bild der Gase entsteht, die sonst unsichtbar wären.

Das Konzept schlägt die Konkurrenz

Es gibt Infrarotkameras mit ähnlichen Funktionen, die sehr teurer sind. „Ein Pilotkunde hat eine Kamera von einem Konkurrenten, mit der man über andere Wege die Gas-Lecks beobachten könnte, die kostet aber 80.000€. Unser Modell könnte 5.000€ kosten“, erzählt COO Julia Cappelle. Der wesentliche Unterschied und Vorteil zum teureren Modell: Die Kamera von hyperSPECS kann die Gas-Lecks kontinuierlich beobachten. So kann sie die neue Generation der Sicherheitskameras werden. Sie macht nicht nur Einbrecher, sondern auch Gase sichtbar!

BPW bringt Struktur und Kontakte

„Der BPW hat uns dazu gebracht, verstärkt über die Struktur und den Aufbau unseres Businessplans nachzudenken“, sagt Cappelle. Die Veranstaltungen brachten zusätzlich neue Kontakte, und der Austausch mit anderen Gründern, die in ähnlichen Phasen der Unternehmensgründung stecken, half sehr. „Dazu gibt es sonst keine Gelegenheit oder die Hemmschwelle ist zu hoch.“

Lücke schließen und Gefahren vermeiden

Zurzeit werden die Prototypen fertig gestellt. Anschließend werden Pilotprojekte durchgeführt und das Feedback von Kunden eingeholt. Die Gründung der GmbH ist im Sommer 2020 geplant. „Wir wollen der Standard-Anbieter für unterschiedliche Energieinfrastrukturen sein, damit Gas-Lecks kein akutes Thema mehr sind“, erklärt Capelle. Der Austritt der Gase ist eine große Gefahr für die Umwelt und kann Menschen dauerhaft schädigen. Eine große Lücke kann durch die Innovation von hyperSPECS hier geschlossen werden.

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