Nachhaltig fahren mit Mehrfach-Plus

Bezeichnungen für Fahrstile gibt es viele: Sie reichen von ängstlich über defensiv und sportlich bis aggressiv. Doch der nachhaltige Fahrstil fehlt darunter meist. Dabei kann der viel Gutes bewirken. Zum Beispiel auch, indem er Fahrerinnen und Fahrern das Portemonnaie füllt – zumindest dann, wenn sie mit einem Fuhrpark unterwegs sind, der durch BRIVE optimiert wird.

Praxisbedarf entdeckt

Dahinter steckt ein System, das beim Einsatz von gewerblichen Fahrzeugflotten – wie denen von Handwerkern, Lieferdiensten, Taxibetrieben oder auch Paketzustellern – dabei unterstützt, möglichst umweltschonend wie auch wirtschaftlich zu fahren. Das bezieht sich, vor allem, auf eine spritsparende Fahrweise, die die Fahrzeuge schont und Unfallrisiken möglichst verhindert. „In der Familie eines unserer Gründer gibt es einen Speditionsbetrieb. Dort war der Handlungsbedarf erstmals aufgefallen. Im Juni vergangenen Jahres wurde dann der Grundstein für die Idee gelegt. Wir wollten ein Produkt schaffen, welches zu Einsparung von Ressourcen führt, dies jedoch nicht den Hauptnutzen des Produktes darstellt. Also ein Produkt bauen, das gleichermaßen gut für Flotten, Fahrer und Umwelt ist“, beschreibt Co-Gründer und Geschäftsführer Roman Safronov die Team-Motivation.

Smartes Konzept

Die BRIVE-Software funktioniert so: Zunächst werden das Fahrverhalten analysiert und hilfreiche Tipps gegeben. Bei Verbesserung erhalten die Angestellten einen Teil der Kostenersparnis durch die verbesserte Fahrweise steuerfrei auf eine Guthabenkarte ausgeschüttet. Genutzt werden ausschließlich die Sensoren des bereits vorhandenen Smartphones. Weitere Hardware ist nicht notwendig. Das Team um Roman Safronov und Daniel Janke versteht sich in ihrem Büro im Berliner Norden als Full-Service-Provider, der Unternehmen hilft, ihre bestehenden Fahrzeuge optimal zu nutzen.

Schubkraft durch den BPW

Der BPW war für BRIVE ein Beschleuniger: „Er hat uns geholfen, strukturiert unseren Businessplan zu erstellen, den wir zum jetzigen Zeitpunkt hätten ebenfalls erstellen müssen. Auch das Feedback war sehr wertvoll und ausführlich – im Gegensatz zu anderen Wettbewerben. Durch die positiven Rückmeldungen konnten wir erfolgreich Kontakte mit potenziellen Partnern, Kunden, aber auch mit Geldgebern knüpfen“, sagt Safronov.

Eigene Prioritäten setzen

Das Auf und Ab und die Unsicherheit zu Beginn hätten auch die eine oder andere Nacht verkürzt. Dem stehe aber gegenüber, dass man als Gründer die gegebene Freiheit schätze, alles nach den eigenen Wünschen und Prioritäten aufbauen zu können. „Und die Erfolge“, so Safronov, „die haben wir auch gemeinsam gefeiert. Es ist einfach ein gutes Gefühl, wenn man den Bedarf eines Kunden mit der eigenentwickelten Idee deckt und dabei auch noch Geld verdient.“ Und neue Herausforderungen warten – BRIVE hat jeden gewerblichen Fahrzeugfuhrpark ab drei Fahrzeugen im Auge. Das Team will seinen Beitrag zum ressourcenschonenden und flüssigen Verkehr liefern: Mit der Fahrverbesserung für PKW und LKW und mit digitalisierten Fahrtrainings, die auch die Straßen sicherer machen.

Finalisten vorgestellt: In unserer Portrait-Reihe stellen wir alle Finalisten eines jeden BPW-Jahres vor. BRIVE erreichte den 2. Platz in der 3. Stufe der Kategorie BPW Plan 2019.

Hinterlasse eine Antwort