Mit Abstand die besten Konzepte bei der Jurysitzung

Verpackt in imposanter Gründerzeitfassade und klassischem Klinkerbau wurde Berlins (Wirtschafts-)Geschichte maßgeblich geprägt:

Hier, an einem der größten Berliner Industriekomplexe, produzierte der Elektrokonzern AEG (Allgemeine Electricitäts-Gesellschaft) in riesigen Montagehallen elektrisch betriebene Motoren und Maschinen, Eisenbahnmaterial sowie elektrotechnische Geräte. An diesem Standort wurde 1897 auch Deutschlands erster U-Bahn-Tunnel gebaut, um das Areal mit der Apparatefabrik der AEG an der Ackerstraße zu verbinden. Durch ihn fuhren Elektro-Triebwagen und transportierten Arbeiter Material zwischen den beiden Standorten. Die Rede ist vom Amperium am Humboldthain. Wie kaum ein anderer Standort in Berlin repräsentiert dieser Komplex die Innovationskraft der Hauptstadt. Wo einst zahlreiche Erfindungen in Maschinenbau und Elektrotechnik den Aufstieg Berlins als Industriemetropole markierten, steht heute ein Technologie- und Innovationspark.

In diesem geschichtsträchtigen Bau – genauer gesagt – im Amplifier – hatten nun zehn Teams die Möglichkeit, ihrer eigenen Gründungsgeschichte ein wichtiges Kapitel hinzuzufügen. Sie pitchten bei der 3. Jurysitzung des BPW 2020 in den Kategorien BPW Plan und BPW Canvas um die ersten Plätze. Drei Teams wetteiferten außerdem um den mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis Nachhaltigkeit.

Startup-Förderung als Herzensangelegenheit

Gastgeber war die GSG Berlin, die mit Ihren Räumlichkeiten die perfekte Kulisse für starke Konzepte bereitstellte. Die GSG ist ohnehin einer der wichtigsten Akteure in Berlin bei der Bereitstellung von Gewerberaum. Vor allem die Förderung von jungen Startups ist eine „Herzensangelegenheit“ des Unternehmens, wie Marina Puls, Leiterin Marketing und Kommunikation bei Wertpunkt – einem Tochterunternehmen der GSG – zu berichten weiß: „Die GSG Berlin hat sich seit ihrer Gründung 1965 der Förderung von Unternehmertum in Deutschland verschrieben. Der Ausbau und die Festigung des wirtschaftlichen Standorts Berlin obliegt auch unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Es ist uns ein Anliegen den nächsten Generationen eine eigene Zukunft mit zahlreichen Möglichkeiten überlassen zu können. Denn nur Innovationen schaffen Zukunft.“

Ideen mit Abstand nahebringen

Dank eines ausgeklügelten Hygienekonzeptes war für die Sicherheit aller Anwesenden gesorgt. Mit ausreichend Abstand zueinander konnte die hochkarätig besetzte Jury nun gespannt den Pitches der Finalteams lauschen. Die Anspannung bei den Teams war hoch: Sie hatten fünf Minuten Zeit, um Ihre Ideen zu präsentieren. In den anschließenden zehn Minuten standen sie den Jury-Mitgliedern Rede und Antwort. Aber der BPW wäre nicht der BPW, wenn die Jury diese Phase nur für Rückfragen nutzen würde. Vielmehr erhielten die Finalisten dabei auch konstruktive und wertvolle Kritik sowie hilfreiche Tipps. Die Jury-Mitglieder waren angesichts des starken Teilnehmerfeldes nicht um ihren Job zu beneiden. Ihre Aufgabe erforderte vor allem zwei Dinge: maximale Aufmerksamkeit und einen feinen Sinn für Details. Diesen Eindruck hatte auch Moderatorin Anna Schnekker vom BPW-Team: „Die Qualität der Businesspläne war auf einem ähnlich hohen Niveau. Das galt auch für die heutigen Pitches. Hier machten Nuancen den Unterschied. Das hat sich auch bei den Abstimmungsergebnissen gezeigt.“ Und mit einem Augenzwinkern ergänzt sie, wie froh sie sei „nicht als Teil der Jury die Konzepte bewerten zu müssen.“

Alle Teams waren optimal vorbereitet und konnten mit kreativen Präsentationen sowie sympathischen Referentinnen und Referenten punkten. Auch die anschließende Fragerunde meisterten sie souverän.

Von Pädagogik über Medizin und Ingenieurskunst bis hin zur Imkerei war die vertretene Branchenpalette, typisch BPW, auch dieses Mal wieder erfrischend bunt gemischt.

Und gewonnen hat…

Doch wer hat nun am meisten überzeugt? Tja, für diese Antwort müssen wir uns ein wenig gedulden, und zwar bis zum 25.08.2020. Dann werden in festlicher Atmosphäre die Platzierungen verraten. Und dieses Mal können, trotz Corona-Beschränkungen, alle Interessierten an der 3. Prämierung teilnehmen. Wie, erfahrt Ihr rechtzeitig in unserem Blog.

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