Erster Kontaktabend: Konkrete Fragen, intensive Gespräche

Diesmal war der Andrang besonders groß: Der erste Kontaktabend des Businessplan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg (BPW) 2020, beinahe schon traditionell im Kesselhaus der Kulturbrauerei, war früh ausgebucht. Was die Berliner Volksbank als BPW-Premiumpartnerin und Gastgeberin vorbereitet hatte, traf ins Ziel: Attraktiver Anlaufpunkt für alle zu sein, die in der Gründerszene netzwerken wollen, auf Investorensuche sind oder Rat bei Profis für ihren Businessplan suchen.

BPW ist Erfolgsfaktor

Dr. Caroline Toffel, Mitglied des Volksbank-Vorstandes, gratulierte dem BPW zu fünfundzwanzig erfolgreichen Jahren – und erinnerte daran, dass Berlin-Brandenburg auch durch solche Angebote zur führenden Gründungsregion Deutschlands zählt. Der Jubilar, verkörpert durch das BPW-Moderatorenteam aus Christina Arend, Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), Anna Schnekker, IBB Business Team GmbH (IBB) und Madlen Dietrich, Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), verwies lebenspraktisch gleich auf den nahenden zweiten Abgabetermin am 18. Februar.

Live-Pitch um 6.000 Euro

Beim StarTUp Award als gemeinsamem Projekt des Centre for Entrepreneurship der Technischen Universität (TU) Berlin und der Berliner Volksbank wurde auch das Publikum aktiviert. Per SMS-Voting entschied es, welches der drei nominierten Startups seine Chance, gut zu pitchen, am besten genutzt hatte. Über den Sieg freute sich die Kamioni GmbH, die mit digitaler Baustofflogistik per App und eigener Plattform das Transportwesen revolutionieren wollen. „Mit den 3.000 Euro Preisgeld stärken wir unsere Rücklagen. Damit verlängern wir die Zeit, abgesichert unsere Technologie weiterentwickeln zu können“, so Kamioni-Geschäftsführer Dr. Jacek Zawisza. 2.000 Euro gingen für Platz zwei an HEDERA. die per Software Nachhaltigkeit quantifizierbar und transparent machen. „Bronze“ plus 1.000 Euro erzielten Sopher Networks GmbH mit ihrer vollverschlüsselten Kommunikationslösung. Klaus-Martin Steinmüller, Volksbank-Marktgebietsleiter KompetenzCenter: „Startups zu unterstützen hat eine lange Tradition bei uns, das liegt in den Genen unserer Bank. Wir sind ein sehr offenes Unternehmen und probieren viel aus.“

Fachfragen schnell beantwortet

Beim Meeting-Point konnten die Gäste Experten treffen und ihnen konkrete Fragen stellen. Diese Chance führte auch die Berlinerin und BPW-Teilnehmerin Ruth Alexiadis zum Kontaktabend. Sie und ihr Partner brauchen einen Businessplan im Bereich Bio-Lebensmittel. „Hier sind mir steuerliche Fragen viel besser beantwortet worden als durchs eigene Anlesen“, sagte Alexiadis. Auf Schnuppertour war dagegen Noah Papenfuss: „Es ist immer interessant, Leute aus anderen Branchen kennenzulernen, und ich habe mich auf die Pitches gefreut. Als Student für BWL/Bank werde ich später ja eher auf der anderen Seite stehen und Gründer unterstützen.“

Mehr Fragen, mehr Gäste

Dass der erste Kontaktabend diesmal besonders stark frequentiert war, lag auch am Zeitpunkt, vermutet BPW-Projektteammitglied Anna Schnekker: „Diesmal lag der erste Abgabetermin schon davor – und so hatten die Leute bereits konkretere Fragen, über die sie sich austauschen wollten. Und dieser Austausch ist, bei allen Vorteilen der digitalen Welt, von Angesicht zu Angesicht immer noch etwas anderes und bleibt länger haften.“

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