Günstige Strömung für Entwickler: dive.sph senkt den Testaufwand für Pumpen und Schiffsschrauben

Entweder aufwändig versenken im wissenschaftlichen Wasserbecken oder komplizierte Datenströme simulieren: Für Entwickler von Wasserpumpen, Schiffsschrauben und anderen wasserbezogenen Techniken war es bislang ein teurer und umständlicher Weg, die Strömungseigenschaften ihrer Produkte unter Realbedingungen zu optimieren. Bis das Team von dive.sph begann, an der Schraube zu drehen: Es entwickelte eine Simulationssoftware für die Industrie – exakt, flexibel, leicht bedienbar und preisgünstig.

Das Verfahren verbindet alles Gute der bisherigen, sehr komplexen und daher auch teuren Trockenübungen wie auch der „nassen Praxistests“. Die Lösung des Unternehmens um die Gründer Johannes Gutekunst, Felix Pause, Pierre Sabrowski und Maik Störmer zeichnet sich vor allem dadurch aus: Entgegen bislang verwendeter Methoden setzt das Team mit der partikelbasierten Methode SPH auf die Darstellung des Wassers als Zusammenwirken vieler kleiner Einzelpartikel. Die digitalen Partikel bewegen sich so frei und reagieren auf- und miteinander – wie das nasse Element selbst. Dahinter steckt die Anwendung neuer, bislang ungekannter Algorithmen. Sie machen die Methode auch schneller als die Konkurrenz.

Marktrelevant ist auch das: Niemand muss mehr ein Experte sein, um mit dive.sph sein Industrieprodukt einer virtuellen Wasserströmung unterziehen zu können. Und weil das Gründerquartett auf eine Cloud-Lösung setzt, können sich auch mehr Nutzer das Verfahren leisten – denn zu teuren Lizenznutzungen steht ihnen nun mit dive.sph eine Alternative offen.

Bis dive.sph mit dieser neuen Welle auf den Markt spülen konnte, brauchte es neben Eigeninitiative auch unternehmerische Beratung von außen. Stark beteiligt war hier der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg 2018 (BPW). Das dive.sph-Team ging dabei einen Erfolgsweg, mit messbaren Ergebnissen in der Kategorie BPW Plan. Schon in der ersten Stufe errang es den zweiten Platz. Es folgte ein dritter Platz in der zweiten Stufe. Und auch danach ließen die Gründer in ihrem Einsatz nicht nach – was sich erneut buchstäblich auszahlen sollte: Beim großen BPW-Finale im Juli erfuhren sie, dass die Jury ihre fortgesetzten Leistungen erneut würdigte: Platz zwei und ein weiterer Geldpreis in der dritten, abschließenden Stufe.

Mitgründer Maik Störmer braucht nicht lange zu überlegen, um sich die Vorzüge der BPW-Begleitung zu erinnern: „Der BPW und das Rahmenangebot hat uns in der Frühphase des Unternehmens enorm geholfen. Das dreistufige Verfahren eignet sich super, um das erhaltene Feedback direkt umzusetzen. Die eine oder andere Wissenslücke ließ sich so auch gezielt durch die kostenfreien Angebote des BPW schließen. Dazu kommt noch die Präsenz in der Öffentlichkeit und das Preisgeld ist natürlich auch nicht hinderlich, um unsere ambitionierten Ziele zu erreichen.“

Mit viel Rückenwind aus dem Wettbewerb gehen die vier Gründer nun an den weiteren Feinschliff und natürlich die Umsetzung ihres Konzepts: Sie haben sich nichts weniger vorgenommen, als ihren Markt umzukrempeln.

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