Champagner in Charlottenburg und Cocktails auf Bali – die erste Prämierung sprengt Landes- und Kontinentalgrenzen

Der Countdown läuft. Nur noch wenige Sekunden bis zum Start der ersten – und komplett virtuellen – Prämierung des BPW 2021. In Charlottenburg wird schon der Champagner geköpft, in Mitte knallen die Korken, natürlich mit Berliner Schampus, und in München wird zünftig das Weißbier geöffnet.

Der Chat beweist es: Die Zuschauer machen es sich vor dem heimischen Bildschirm gemütlich. Und nicht nur das. Auf die Frage von Moderatorin Anna Schnekker, von wo aus sich das große Publikum eingewählt hat, offenbart sich, dass der Wettbewerb nicht nur in Berlin und Brandenburg seine Fans hat: Frankfurt am Main, Aachen, Hamburg, sogar Schweden, Irland, New York und Bali.

Sie beweisen eindrucksvoll, dass sich der Wettbewerb – und das damit verbundene kostenlose Beratungs- und Netzwerkangebot – nicht nur in Berlin-Brandenburg als zentrales HUB für Gründungs-Ideen etabliert hat, sondern auch über Landes- und kontinentale Grenzen hinaus. Und sie alle möchten dabei sein, wenn die besten Konzepte aus der ersten Phase des BPW 2021 prämiert werden.

Gründungsgeschehen gehört zur DNA einer Gründungsbank

Nach der Begrüßung durch Christina Arend, Anna Schnekker, und Madlen Dietrich vom BPW-Team hat der Gastgeber dieser Veranstaltung das Wort. Tillmann Stenger, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), zeigt sich in seinem Grußwort begeistert über die Dynamik und Anpassungsfähigkeit der Gründerinnen und Gründer: Auch wenn das Gründungsgeschehen „vom persönlichen Austausch und vom Smalltalk lebt, haben wir gesehen, dass Gründung auch virtuell funktioniert“. Der BPW lebt vom Netzwerk und von den kostenfreien Angeboten, die zusammen mit den zahlreichen Partnern und den Trägern des Wettbewerbs realisiert werden. Er ruft alle Gründerinnen und Gründer dazu auf, diese Angebote wahrzunehmen und mit ihren Konzepten und Ideen auf die Investitionsbanken zuzugehen, denn „Gründungsgeschehen gehört (schließlich) zur DNA der Gründungsbanken in Berlin-Brandenburg“.

Nicht den Kopf in den Sand stecken

In ihren anschließenden Grußworten zeigen sich der Wirtschaftsminister des Landes Brandenburg, Prof. Jörg Steinbach, und Berlins Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Ramona Pop, begeistert über den anhaltenden Spirit, dass sich – trotz Corona – viele Gründerinnen und Gründer nicht von  der aktuellen Situation abschrecken lassen und „den Kopf in den Sand stecken“ (Prof. Jörg Steinbach), sondern jetzt an Ihren Ideen festhalten und ihre Geschäftskonzepte verwirklichen. Wenn die letzten Monate eins gezeigt haben, dann, „dass Innovationen und Gründergeist einen Weg aus der Krise bieten können“ (Ramona Pop).

In diesem Sinne haben die sechs Finalisten in der Kategorie „BPW Plan“ mit ihren innovativen Ideen nicht enttäuscht. Seien es nachhaltige Lösungen für einen grünen Strommix daheim (+Aware), spielerische Coaching-Konzepte für die ProgrammierInnen von morgen (codary), ein innovativer Einsatz von CO2 als Ressource für nachhaltige Baustoffe (Carbon Instead) sowie eine digitale Plattform, die mittels KI Unternehmen bei ihren Projekten berät (INNO-NGIN), ganzheitliche und naturnahe Gastronomiekonzepte (Luncheon) oder eine smarte Vergleichsplattform, die Legal-Tech-Anbieter und Endverbraucher einfach und sicher verbindet (Repayz).

Den dritten Platz und damit die erste Stufe auf dem Siegertreppchen belegt +Aware. Dank Punktgleichheit überspringen wir den zweiten Platz und küren mit codary und Carbon Instead zwei erste Plätze! Mit Ihren Konzepten haben beide Teams die Fachjury überzeugt.

Nun war wieder das Publikum an der Reihe, mit ihrem Votum die Sieger in der Kategorie „Business Model Canvas“ zu bestimmen. Und die Entscheidung war auch dieses Mal nicht einfach. Mit großartigen Pitches battelten die Teams um die Gunst der Zuschauer: Wer nach Ende des Lockdowns einfach und schnell herausfinden möchte, wo in der Nähe die besten Partys und Konzerte stattfinden, für den bietet MapMusic eine App, die mittels einer interaktiven Karte Nachtschwärmer und Party-wütige zuverlässig ans Ziel lotst. LernCLOUD von Schnittstelle BAU bietet als Full-Service-Anbieter Beratung, Konzeption und Produktion von digitalen Lerninhalten sowie die Durchführung von umfassenden und ineinandergreifenden Blendend-Learning-Angeboten. Nach einem harten Kopf-an-Kopf-Rennen setzte sich am Ende VINYA durch, die mit ihrer Lernplattform – die Mitarbeiterunterweisungen automatisiert und Unternehmen damit wertvolle Zeit für ihr Kerngeschäft zurückgibt – das Publikum überzeugt haben. Das Preisgeld wird auch sogleich gut investiert, wie die beiden überglücklichen Co-Founder Sina Frenzel und Manuel Schrenk berichten: Neben Investitionen in die kontinuierliche Verbesserung der Software, soll das Geld auch in eigene Coachings fließen, wo das Gründerteam ihre individuellen Fähigkeiten weiterentwickeln können, z. Bsp. in kaufmännischen Themen. Augenzwinkernd ergänzt Manuell Schrenk, dass mit dem Geld „endlich auch ein Prämienaccount bei einem digitalen Business-Netzwerk erworben werden kann.“ Nun steht einer weiteren Vernetzung mit potenziellen Partnern, Investoren und natürlich auch Kunden nichts mehr im Wege.

Gründen in Pandemiezeiten? Jetzt erst recht!

Das Schlusswort gehört Kerstin Jöntgen, Mitglied des Vorstandes der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB): „Trotz leicht rückläufiger Gründungszahlen während der Pandemie sind die starken Teilnehmerzahlen beim diesjährigen BPW ein gutes Zeichen dafür, dass viele in der Region Berlin-Brandenburg darüber nachdenken, zu gründen, in den entsprechenden Vorbereitungen sind oder gerade gegründet haben. Nutzen Sie die Krise als Chance und kommen Sie auf uns und unsere Förderberater zu. Nutzen Sie das Netzwerk. Entwickeln Sie Ihr betriebswirtschaftliches Know-How, nutzen Sie die Beratung in alle Richtungen und haben Sie – vor allem – Mut. Das ist derzeit wichtig. Mut gehört zum Gründen dazu, genau wie Scheitern. Ich wünsche Ihnen sehr viel Optimismus und würde mich freuen, wenn wir auch weiterhin viele Gründerinnen und Gründer beraten können.“

Für alle Gründungswillige und für die internationale BPW-Community hätte es nicht besser auf den Punkt gebracht werden können.

Wer es verpasst, hier ist der Link zur Aufzeichnung: https://youtu.be/5VaR4ctyd7w

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