BPW 2019: Wow, was war das für ein Jahr?

Wenn es am schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören. Mit der dritten Prämierung am 19. Juni fand der BPW 2019 ein grandioses Finale, inklusive Glitzerregen.

Rekordverdächtige 1.903 Registrierte nutzten die Angebote des Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg. In den drei Phasen wurden unglaubliche 428 Geschäftskonzepte eingereicht und von der Jury mit 856 konstruktiven Feedbacks versehen. 187 Newsletter, Einladungen und Reminder wurden verschickt. Auf 139 Seminaren, Workshops und Netzwerkveranstaltungen wurden geballtes Know-how vermittelt sowie wertvolle Kontakte geknüpft. Und das teilweise bis an die Kapazitätsgrenzen: Auf dem Finanzforum erschienen so viele Teilnehmer, dass es keine freien Stühle mehr gab.

Die nackten Zahlen sprechen allein schon für sich, in Erinnerung bleiben aber auch die großen und kleinen Geschichten rund um den BPW 2019:

Dreimal angetreten und viermal abgeräumt, mehr geht nicht. ME Energy überzeugte auf ganzer Linie und stand in der Kategorie BPW Plan in allen drei Phasen ganz oben auf dem Siegertreppchen. Mit ihrem zukunftsfähigen Konzept gingen Co-Geschäftsführer Alexander Sohl und sein Team auch bei der Verleihung des Sonderpreis Nachhaltigkeit als Gewinner hervor. Chapeau!

Zusammen mit Siemens und dem neuen BPW-Premiumpartner InnoEnergy wurde erstmals der Sonderpreis Energie ausgelobt. Mit dieser Auszeichnung werden innovative Ideen honoriert, die den anstehenden Umwälzungen im Mobilitätssektor begegnen (#fundingforfuture). Auf der Prämierungsveranstaltung am 28. Mai elektrisierte nicht nur Solarworx mit einem nachhaltigen Konzept für zuverlässige Solarenergie in Entwicklungsländern. Auch die Open Pitch Stage kam beim Publikum sehr gut an: Hier konnten Startups außerhalb der Wertung spontan pitchen, wobei sie die Gäste mit Kreativität, Mut und witzigen Einlagen begeisterten.

Um Investoren, Business Angels sowie potentielle Kunden von der eigenen Idee zu überzeugen, brauchen Gründerinnen und Gründer – neben Fachwissen und Kreativität – vor allem Überzeugungskraft. Dass dazu von nun an auch Sprachwitz und Entertainerqualitäten gehören, bewiesen die Finalisten bei den Live-Pitches in der Kategorie BPW Canvas. Die „Poeten“ Phillipp Kurtz und Niklas Zender von Famedly priesen auf der zweiten Prämierung ihr Konzept mit durchgestylten Reimen an. Als dann auf der Bühne beim „Schlussakt“ auch noch ein ausgedientes Faxgerät mit lautem Krach zerstört wurde, belohnte das Publikum sie mit tosendem Applaus und den meisten Stimmen beim Zuschauervoting.

Auf BPW-Veranstaltungen kommen die Gäste nicht nur geistig, sondern auch kulinarisch und akustisch voll auf ihre Kosten: Auf dem 3. Kontaktabend im  SUPER concept space bekamen die Gäste „Hausmusik“ von dem Gastgeber BürgschaftsBank Berlin (BBB) geboten. Die Wittkowski-Band – zum Teil bestehend aus Mitarbeitern der BBB – begeisterte die Anwesenden mit exzellentem, smoothen Jazz. Auf der gleichen Veranstaltung ließen die Macher des Abends übrigens eine eiskalte Überraschung auftischen: Die Gäste stießen auf einen Tresen der kukki GmbH. Die dort ausgeschenkten Cocktails in Flaschen kamen so gut an, dass bis zum Ende des Kontaktabends der Getränkevorrat des kukki-Teams – 550 Flaschen – komplett aufgebraucht wurde. 

Unvergessen bleibt auch der emotionale „Bühnenabschied“ eines BPW-Urgesteins: Dirk Maass – eines der prägenden Gesichter des Wettbewerbs – „übergibt den Staffelstab“ an Anna Schnekker. Sein Team und auch die anwesenden Gäste ließen es sich nicht nehmen, ihn gebührend zu verabschieden, inklusive eines liebenswerten Erinnerungsfilms und eines Glitzerregens vom Dachhimmel des Atrium in der Investitionsbank Berlin (IBB).

Schön war’s. Was bleibt sind großartige Konzepte, strahlende Sieger und viele schöne Erinnerungen. Ach ja, eine Zahl haben wir noch: 25. Im kommenden BPW-Jahr feiert der Wettbewerb ein Jubiläum. Ein Vierteljahrhundert BPW und keineswegs verstaubt. Machen Sie sich gefasst auf tolle Innovationen, unterhaltsame Live-Pitches und die eine oder andere Überraschung.

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