Der BPW ist Heimathafen für Gründer in der Region

Wettbewerbsstart 2019 auf der deGUT-Messe unterstrich Offenheit für alle Branchen.

Zwei Silben standen am vergangenen Wochenende in der ARENA Berlin in Treptow einmal mehr für einen Herbst der guten Entscheidungen – die Deutschen Gründer- und Unternehmertage, kurz deGUT, warben dafür, die eigene Geschäftsidee endlich aus dem ewigen Hinterkopf zu befreien und auf die persönliche Erfolgsagenda zu setzen. Und da, wo Gründerinnen und Gründer sich informieren, fehlt niemals die wohl erfahrenste Instanz in der Region, wenn es darum geht, Grundlagenwissen und Praxistipps optimal zu verknüpfen: Mit taufrischem Branding und jede Menge spannenden Infos war der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) 2019 schon am Eröffnungstag einer der Hauptanziehungspunkte. Am Abend füllten, trotz bestem Wetter, zum offiziellen Auftakt des BPW 2019 mehr als 150 neugierige Gäste die Stuhlreihen.

Zuvor war das BPW-Team am Infostand über Stunden gefordert, vor allem die neueste Ausgabe seines vielbeachteten Handbuchs an interessierte Gäste zu verteilen. Guter Lesestoff, um das Auftaktprogramm mit erstem Hintergrundwissen zu nutzen: In der deGUT-„Aula“ gab es alles andere als schulmeisterliche Belehrungen – Videoimpressionen aus dem abgeschlossenen Wettbewerb 2018 und ein anregender Mix aus charmant-ehrlichen Talks mit ehemaligen BPWlern, die nun erfolgreich Unternehmen führen, machten die Dynamik des Wettbewerbs auch für Neulinge spürbar. Benjamin Thym etwa, Geschäftsführer der digitalen Handelsmarketing-Gruppe Offerista, der zuerst mit der Scan-App Barcoo am Markt Erfolge einfuhr, schaffte es, Anstrengung wie auch Faszination des Gründens ungefiltert zu vermitteln. Trotz der Mühen, Finanzierungen zu erkämpfen und zugleich die Entwicklung des Produktes voranzutreiben, konnte Thym nicht anders, als regelrecht ein Bekenntnis mit Impulswirkung abzulegen: „Zu gründen war die beste Entscheidung meines Lebens.“

In einem ganz anderen Revier ist Dr. Ina M. Henkel unternehmerisch unterwegs. Ihr Unternehmen TeneTRIO produziert Hundesnacks auf Basis von Insektenprotein. Aus universitärer Forschung in Potsdam hervorgegangen, machten Henkel und ihre Teamkolleginnen die kühne Idee zur Realität, mit einem ebenso nachwachsenden wie nahrhaften Produkt für einen vielversprechenden Markt. Ohne Mühe war auch dies nicht zu haben, oder, wie Henkel es augenzwinkernd ausdrückte: „Es ist nicht immer Hollywood“. Doch den Biss hat sie dabei nicht verloren – sondern warb als ehemalige Teilnehmerin an der Seite des BPW-Teams dafür, mit Mut in wirtschaftliches Neuland vorzustoßen.

Genau das ist eine der wesentlichen Triebkräfte für das Publikum des Businessplan-Wettbewerbes, dessen Internationalität auch an diesem Abend wieder deutlich wurde. So hatte sich beispielsweise mit Claudio Alonso und Daniel Merki ein brasilianisch-schweizerisches Gründerduo auf den Weg gemacht. Mit ihrem Startup „rockket“ wollen sie gerade erst in Berlin Fuß fassen. „Wir suchen uns derzeit einen Coworking Space. Einzelne Begegnungen zum Aufbau des Geschäfts haben wir schon gehabt, aber der BPW-Abend ist unsere erste größere Veranstaltung zum Netzwerken, die wir in Berlin besuchen“, sagte Merki dem BPW-Blog.

Umso vorteilhafter war es, dass das BPW-Team nach den inspirierenden Filmen und Bühnentalks auch eine Plattform zum lockeren Netzwerken bei Getränken und Snacks bot. Die Chance, an diesem ersten Messeabend bereits Kontakte zu knüpfen und das BPW-Team jenseits des großen Messetrubels zu den Wettbewerbskonditionen zu befragen, wurde lebhaft genutzt. Atmosphärische Gelegenheiten für anregende, aber eben auch entspannende Momente des Gründerlebens zu schaffen, ist eine der Stärken des BPW. Die mit 2019 bereits vierundzwanzigste Auflage zeigt den Wettbewerb als aktiven „Twen“: Er vereinigt dabei Aktualität und Dynamik mit Businesserfahrung und -netzwerken aus mehr als zwei Jahrzehnten Marktaktivität.

Als sich die Halle langsam leerte, war Christina Arend, Teil des BPW-Teams und Projektleiterin Strategische Beteiligungen und Gründungsinitiativen bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), sehr zufrieden. Sie brachte auch den besonderen Geist des Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg auf den Punkt: „Dass wir nach einem wirklich langen und intensiven Messetag und an einem fast sommerlichen Herbstabend Publikum im dreistelligen Bereich angezogen haben, macht uns froh. Es unterstreicht aber auch das Alleinstellungsmerkmal unseres Wettbewerbs in der Region: Denn der BPW ist ohne Scheuklappen wirklich für alle Branchen und Ideen offen. Wer Konzepte, Inspiration und den Willen zu kontinuierlicher Arbeit am Erfolg mitbringt, findet bei uns, fachlich wie mental, seinen Heimathafen.“

Die nächsten BPW-Veranstaltungen:

  1. Phase

1. Kontaktabend: 10. Januar 2019
1. Abgabetermin: 15. Januar 2019
GSG-Forum: 24. Januar 2019
1. Prämierung: 11. Februar 2019

  1. Phase

2. Kontaktabend: 28. Februar 2019
2. Abgabetermin: 5. März 2019
Finanzforum: 14. März 2019
Steuerforum: 21. März 2019
2. Prämierung: 11. April 2019
Rechtsforum: 30. April 2019
Steuerforum 8. Mai 2019

  1. Phase

3. Kontaktabend: 9. Mai 2019
3. Abgabetermin: 14. Mai 2019
3. Prämierung: 19. Juni 2019

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