Aller guten Dinge sind zwei! Zweiter Anlauf, zweite Prämierung, großer Erfolg

Obwohl der digitale Raum seit einem Jahr alltäglich ist, klappt nicht immer alles so wie gewünscht. Aber Gründerinnen und Gründer lassen sich von Rückschlägen nicht unterkriegen. Und der BPW tut es auch nicht. Nachdem der Livestream der 2. Prämierung im ersten Anlauf von Rückkopplungen und Verbindungsproblemen geplagt war, ging beim zweiten Versuch alles glatt.

Gastgeber und Generalbevollmächtigter der Berliner Sparkasse Olaf Schulz erklärte zu Beginn des Livestreams Berlin zu seiner Lieblingsstadt und Gründen zu seinem Lieblingsthema: „Neben unserer tollen Hochschullandschaft, starken Finanzierungspartnern und kreativen Köpfen, ist seit Tesla auch das internationale Scheinwerferlicht auf unsere Region noch größer und heller. “

Dass die Hauptstadtregion auch bei der zweiten Prämierung als Gründungshotspot glänzen kann, bestätigen die Zahlen: 278 Teilnehmende reichten 139 Geschäftskonzepte aus verschiedenen Branchen ein. Und die besten von ihnen setzten sich im Wettbewerb durch.

Nachhaltig, gesund und zukunftsorientiert

In der Kategorie BPW Plan holte das Team von Fungtion den dritten Platz. Fungtion produziert pilzbasierte Ökomaterialien für technische Anwendungen wie Fahrradhelme und will zukünftig auch die Automobilindustrie mit ihrem kompostierbaren, stoßabsorbierenden und leichten Material erobern. Mitgründer Jan van Riesenbeck nahm den Preis entgegen: „Wir sind jetzt auf der Suche nach Kooperationspartnern und wollen unser Material so weit bringen, dass wir in zwei Jahren auf den Markt kommen können.“

Der erste Platz wurde in der Kategorie BPW Plan gleich zweimal vergeben. Das Team von Pramomolecular und von Codary teilen sich den Sieg.

Pramomolecular entwickelte eine Technologie, mit der durch Short Interfering RNA (siRNAs) Lungen- und Pankreasgewebe krankmachende Proteine stummgeschaltet werden können. Damit werden neue Medikamente gegen Lungen- und Pankreaskrebs auf den Weg gebracht. Gründerin Dr. Merle Fuchs erzählte von den Gründungsschwierigkeiten während der Pandemie: „Wir kämpften teilweise um Materialien und konnten nicht ständig in die Labore. Aber wir freuen uns auf der anderen Seite, dass das Interesse an Biotechnik gestiegen ist. Jetzt brauchen wir jede Unterstützung, die wir bekommen können: Öffentlichkeit, Geld und Glück.“

Codary steht nicht zum ersten Mal auf dem Siegertreppchen des BPW. Auch in der ersten Phase des Wettbewerbs holte das Team Platz eins in der Kategorie BPW Plan. Codary bringt Teenagern spielerisch das Programmieren bei und bereitet sie so auf die digitale Jobwelt vor.

„Wir haben sehr gehofft, erneut zu gewinnen, aber wir haben nicht damit gerechnet. Als nächstes wollen wir unser Kursportfolio weiter ausbauen, die App weiterentwickeln und noch mehr Kinder erreichen. Einen Teil des Preisgeldes werden wir in unser Marketing investieren und werden unseren Coaches eine kleine Aufmerksamkeit schenken“, erzählt Co-Gründerin Amanda Maiwald.

„Selbst bei Herzblatt ist die Story nicht besser“

Anschließend standen die Live-Pitches der Kategorie BPW Canvas an. Beyond Saving pitchte eine moderne Finanzbildungsplattform, das Team von Vier Ecken stellte eine nachhaltig ausgerichtete Pizzeria vor und das Team von Goldmarie Finanzen ein grünes Fintech. „Selbst bei Herzblatt ist die Story nicht besser“, brachte Gastgeber Olaf Schulz ein.

Die Teams hatten jeweils zwei Minuten Zeit, das Online-Publikum von ihrer Idee zu überzeugen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer entschieden dann per SMS oder über eine Voting-Webseite, wer den Preis erhalten sollte. Durchsetzen konnte sich am Ende das Team von Beyond Saving. Mitgründer Martin Klatt erzählte anschließend von den nächsten Plänen: „Wir können gerade jeden Euro gebrauchen und werden das Preisgeld komplett in das Produkt stecken. Wir wollen unsere Finanz-App weiterentwickeln und demnächst unseren ersten Grundlagenkurs launchen.“

Gründen in Pandemie-Zeiten? Das geht!

Viele großartige Ideen, viele mutige Menschen, die den Sprung in die Selbstständigkeit wagen – alles, während einer Pandemie. Olaf Schulz freut sich darüber, findet es dennoch nicht ungewöhnlich: „In Zeiten von Umbrüchen entsteht viel Kreativität und es gibt auch viele, die sich neu orientieren müssen. Dadurch setzt eine gewisse Gründungsdynamik ein. Vor allem freut es mich aber, dass die Gründungsideen so divers sind. Der BPW gibt den Gründerinnen und Gründern eine tolle Plattform der Öffentlichkeit und eine gute Möglichkeit, sich zu vernetzen.“

Damit das Netzwerken auch von zu Hause gut funktioniert, wechselten die Teilnehmenden von YouTube zu Wonder. Hier wurde sich beglückwünscht, ausgetauscht und neue Partnerschaften konnten geschlossen werden.

Wer es verpasst hat, hier ist der Link zur Aufzeichnung:

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