350 innovative Gründungsideen – der BPW kürt seine Siegerteams

Volles Haus, begeistertes Publikum und glückliche Gründerinnen und Gründer – das ist die Bilanz der zweiten Prämierung des Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) 2018. Ausgezeichnet wurden wieder die besten Geschäftskonzepte der Wettbewerbskategorien BPW Plan und BPW Canvas. Gastgeberin des Abends war die Berliner Sparkasse, die den BPW und seine Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Sponsor tatkräftig unterstützt. In rotes Lichtdesign getaucht, erstrahlte der Admiralspalast für die neun BPW-Finalisten in feierlicher Atmosphäre.

Der schöne Rahmen war auch die Kulisse für ein Finale, das mehr als 430 Gäste anzog und in dem Siegerinnen und Sieger gekürt wurden, über die die Jury mit so knappem Ausgang wie lange nicht mehr abgestimmt hatte. Für ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei BPW Plan sorgten die überraschenden Konzepte, der Forscherdrang und die ganz unterschiedlichen Arbeitsgebiete der Teams. Die Jury war fasziniert von dem Ideenreichtum und machte sich die Entscheidung nach den Pitches am 20. April nicht leicht. Das Publikum des Abends indes war ähnlich gefordert: Schließlich pitchten die drei Finalteams von BPW Canvas live auf der Bühne, inklusive leinwandfüllendem Countdown.

Vor der Prämierung zeigten sich die Finalisten aus beiden Wettbewerbsdisziplinen noch einmal in der „Hall of Fame“: Bei ersten Drinks und Knabbereien erwarteten die Finalisten-Teams neugierige Gäste. Besonders für die Canvas-Wettbewerber war das noch einmal ein Warmlaufen für den alles entscheidenden Pitch auf der Bühne.

Doch drei Stufen hat das Siegerpodest bekanntlich nur, und diese Plätze haben besetzt: Ganz oben, auf Nummer 1, steht bei BPW Plan das Team „Belyntic“. Ihre benutzerfreundliche Technologie für die medizinisch bedeutsame Erzeugung hochreiner Peptide hatte die Jury konzeptionell am meisten beeindruckt. Die 4.000 Euro Preisgeld sind bereits gut verplant: „Wir werden damit das operative Geschäft mit allem, was dazu gehört, weiter aufbauen“, so Belyntic-Co-Gründer Dominik Sarma.

Über den zweiten Platz mit der gleichen stattlichen Summe freute sich das Team „FiXatas“, das gleichsam einen „Instant“-Knoten zum präziseren und komplikationsärmeren Nähen offener Wunden entwickelt hat.

Bronze bei BPW Plan ging an die Gründer von „dive.sph“: Dieses Team will mit einer benutzerfreundlichen Software für Wasserströmungssimulation den Markt erobern und so zur Digitalisierung industrieller Produktentwicklung beitragen.

Staatssekretär Christian Rickerts freute sich über den Ideenreichtum der Gründerinnen und Gründer und betonte die Bedeutung des BPW-Angebots für die regionale Gründungsszene: „Die Prämierungen des Businessplan-Wettbewerbs zeigen erneut, wie viel Innovationskraft im Gründungsgeschehen der Hauptstadtregion steckt. Um diese Dynamik zukünftig noch besser unterstützen zu können, hat Berlin sein Förderinstrumentarium weiter ausgebaut. Das Berliner Startup-Stipendium für innovative Gründungen in Hochschulen und Inkubatoren wurde finanziell aufgestockt und erweitert. Hinzu kommt unser neues Programm GründungsBONUS. Damit können ab dem 1. Juli 2018 innovative Geschäftsideen mit einem 50-prozentigen Zuschuss gefördert werden. Mit dieser Unterstützung können aus den guten Ideen des BPW noch einfacher erfolgreiche Unternehmen werden.“

Richtig knisternd wurde es bei den Live-Pitches im zweiten Zyklus für die BPW-Canvas-Teams: Hier maßen sich vor einem begeisterten Publikum das soziale und vegane Restaurantprojekt „Neue Republik Reger“, das Team für die „Diagnosematte“ zur schonenden medizinischen Überwachung von Säuglingen und „Oh My Dough“ als Erfinder eines „bauchschmerzfreien und naschtauglichen“ Keksteiges. Nachdem das Publikum per SMS und online abgestimmt hatte, stand das Siegerteam fest: Die strahlungsfreie, ohne Hautirritationen und Bewegungseinschränkungen funktionierende Diagnosematte für Säuglinge war dem Publikum Platz Eins wert: 4.000 Euro, die gut angelegt werden, wie Biomedizin-Ingenieur Pirmin Kelbel dem BPW-Blog verriet: „Die investieren wir direkt in die Produktionsreife der Hardware, sprich Gel-Material der Matte und Sensoren“.

Eines war dem BPW-Projektteam besonders wichtig: Hier hatte niemand verloren, sondern alle gewonnen – Erfahrung, Know-how und den Draht zu Entscheidern.

Und weil die Berliner Sparkasse ihr 200-jähriges Jubiläum zukunftsorientiert feiern möchte, legte sie mit einem Bonus nach: „dive.sph“ und „Diagnosematte“ dürfen ihren hoffentlich unaufhaltsamen Aufstieg im exklusiven Coworking-Space „The Place“ in Berlin-Kreuzberg weiter vorantreiben – inklusive Chancen auf internationale Kontakte und Pitches vor solventen Kapitalgebern. Die Berliner Sparkasse ist seit 23 Jahren Premium-Partner und Unterstützer des BPW: „Als aus der Landespolitik damals dafür geworben wurde, dachten wir uns: Junge Unternehmen, das ist unser Elixier der Zukunft – da machen wir mit!“, erinnerte sich Hans Jürgen Kulartz, Mitglied des Vorstandes der Berliner Sparkasse.

Er unterstrich die Bedeutung von Vernetzung und Wissenstransfer für den Erfolg von Unternehmen: „Offener Austausch macht eine lebendige Startup-Szene aus. Die Berliner Gründerinnen und Gründer bestimmen schon heute maßgeblich die Anziehungskraft Berlins mit und werden das wirtschaftliche Profil der Stadt künftig noch mehr prägen – dabei werden wir sie unterstützen.“, sagte Hans Jürgen Kulartz.

Madlen Dietrich vom BPW-Projektteam und bei den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg zuständig für Startup-Wirtschaft und Innovationspolitik, resümierte also ganz zu recht: „Wir können nur einmal mehr unseren Unterstützern und Förderern danken – für eine Prämierung, die erneut richtig gute Teams in hervorragender Atmosphäre präsentiert hat. Und besonders schön – beim Pitchen haben sich alle noch gesteigert: Das war alles genau auf den Punkt“.

Bereits am 4. Juli feiert das BPW-Jahr 2018 mit der großen Abschlussprämierung im Atrium der Investitionsbank Berlin seinen diesjährigen Höhepunkt. Noch bis zum 22. Mai sind alle angehenden Unternehmerinnen und Unternehmer aus Berlin und Brandenburg eingeladen, ihre Geschäftskonzepte unter www.b-p-w.de zum Wettbewerb einzureichen.

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