Starke Teams pitchen bei der 2. Jurysitzung

Klassischer Klinkerbau als Kulisse für brandneue Ideen: Die Höfe der GSG Berlin an der Helmholtzstraße in Charlottenburg sind nicht das erste Mal atmosphärenstarker Schicksalsort für die „Leistungsschau“ der BPW-Wettbewerbsteilnehmer.

Die GSG als einer der wichtigsten Akteure in der Stadt bei der Bereitstellung von Gewerberaum, gerade auch für junge Unternehmen und Startups, schon Stammunterstützer beim BPW, ist vertraut mit diesem Szenario: Zwanzig kompetente, abwägende und ziemlich neugierige Jury-Köpfe finden zusammen, um über die Siegerinnen und Sieger der 2. Wettbewerbsphase zu entscheiden.

Der Auftrag der Jury erforderte vor allem eines: feinen Sinn für Details. Denn es galt, sechs Teams aus BPW-Plan, die sich mit ihren Geschäftskonzepten bis in die engere Auswahl vorgearbeitet hatten, anhand ihrer Pitches noch einmal auf ihre geschäftliche Substanz und Unverwechselbarkeit zu durchleuchten.

Dabei waren die Branchen – ebenfalls gute BPW-Tradition – so unterschiedlich wie nur denkbar: Von Life Sciences über Ingenieurskunst bis hin zu neuartigen Materialien und Mobilitätslösungen war wieder alles dabei – ein Spiegel menschlichen Ideenreichtums.

Und weil die Jury immer wieder selbst eine Erneuerung erlebt, fiel diesmal unter anderem die Freude eines ebenso entspannt wie wissensdurstig agierenden Juroren auf: „Ich bin überhaupt erstmals Mitglied einer solchen Jury“, offenbarte sich Benedikt Jagdfeld diesbezüglich als Debütant. Für seine eigene Branche indes gilt das eher nicht: Denn das von ihm vertretene Unternehmen Deutsche Immobilien Gruppe hat in den vergangenen 35 Jahren rund 800 Objekte im Umfang von mehr als fünf Milliarden Euro realisiert, berühmte Häuser wie das Hotel Adlon zählen zum Portfolio.

Das Charmante am Pitchen ist auch, dass es zwar um Preisgelder für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer geht, aber positive, freundliche Ansprache und konstruktive und damit wertvolle Kritik zur Philosophie und Idee des Wettbewerbs gehören. „Kritik ist nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht – aber bitte immer mit einem herzlichen Lächeln“, coacht Christina Arend, Mitglied des BPW-Teams und Projektleiterin Strategische Beteiligungen und Gründungsinitiativen bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) die Jury vor dem Start. Ab dann öffnet und schließt sich regelmäßig die Tür: Mal wacker als Solisten oder im Viererteam laufen die hoffnungsvollen „Pitcher“ festen Schrittes über den weichen Teppich, vorbei an Mineralwasserfläschchen, Wettbewerbspapieren und den aufmerksamen Schiedsrichtern über ihr Businessglück. Sie alle eint ein Prozedere: Fünf Minuten für den Kurzvortrag, begleitet von der eigenen Präsentation, freundlich assistiert vom sichtbar mitfiebernden BPW-Team plus anschließende zehn Minuten Nachfragen der Jurorinnen und Juroren. Keiner ist dabei, der einen Blackout erleidet, alle machen ihr Ding – und zwar so gut, dass die Entscheidung richtig schwerfällt. „Das war diesmal wirklich harte Arbeit, habe ich vom Tisch vernommen“, sagt Dirk Maass vom BPW-Team und Geschäftsführer der IBB Business Team GmbH nach zwei Stunden konzentriertem Faktencheck. Die Punktevergabe erinnert an den European Song Contest, Wertungspunkte flattern nervös auf der Projektion und werden am Schluss erst einmal vertraulich abgespeichert.

Denn der große Tag, an dem die Spannung von den BPW-Finalisten abfällt, ist erst am 26. April des Jahres, reizvoll gestaltet durch den Gastgeber Berliner Sparkasse. Dann werden in festlicher Atmosphäre die Platzierungen auf der Studiobühne des Admiralspalastes verraten. Und was richtig prima ist – zu gewinnen gibt es immer – auch wenn man am Ende nicht auf dem Siegertreppchen steht: Aufmerksamkeit, das Interesse versierter Profis und jede Menge Kontakte für die geschäftliche Zukunft.

Zur Anmeldung: https://events.b-p-w.de/praemierung2

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